Die Unerträgliche Leichtigkeit Ihres Schreibens

Zu schreiben beginnt die tapfere Frau, als sie im süd-französischen Internierungslager Rieucros von einer Spanierin gebeten wird, Geschichten zu erzählen.

"Ich sehe mich oder halte mich nicht für eine Schriftstellerin [...] Ich kann nämlich nur schreiben, was ich in irgendeiner Form so oder so erlebt habe. Und da mich mein Leben mit vielem bedacht hat, mit Begebenheiten und Menschen, so habe ich, glaube ich, genügenden Stoff, [...] über den ich erzählen kann und will."

Aus diesem Grund verarbeitet sie in ihrer Prosa stets autobiografische Erfahrungen, die dem Leser einen unvergleichlichen Einblick in die Erfahrungswelt dieser faszinierend aufopferungsfähigen Frau geben können. Ihre Werke rekapitulieren auf wunderbare Weise die Symbiose des Miteinanders von Menschen tschechischer, deutscher und andersartiger Nationalität, nichtjüdischer und jüdischer Herkunft.

In ihrem "Prager Deutsch" verziert sie die zumeist harten Erinnerungen mit einer klaren, bildhaften Sprache, die mit Wendungen gewürzt sind, die auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen mögen, sich aber umso schneller der Begeisterung des Lesers erschließen.

Einleitung | Biographie | Werke | Schillerring
"Das Traumcafè einer Pragerin" | Lesart


Kirstin Jachmann

letzte Bearbeitung: 15.10.01