Eine Jugend in Deutschland
Walter Janka wird am 29. April 1914 in Chemnitz
geboren. Sowohl sein Vater Adalbert, als auch sein älterer Bruder Albert sind
überzeugte Kommunisten. Der Bruder wird als KPD-Reichstagsabgeordneter 1933 im
Konzentrationslager Reichenbach ermordet.
Zu dieser Zeit lernt Walter in Chemnitz Schriftsetzer
und ist darüber hinaus politischer Leiter der kommunistischen Jugendverbände
im Erzgebirge. Im Juni 1933 wird er aus der Illegalität heraus von der Gestapo
verhaftet und zu eineinhalb Jahren Zuchthaus mit anschließender ´Verwahrung´
im KZ verurteilt. Über Chemnitz und Freiberg führt sein Weg in das Zuchthaus
Bautzen, das sogenannte ´Gelbe Elend´, in dem auch sein Vater und Ludwig Renn
einsitzen.
Im Sommer 1935 ist Janka bereits
im Konzentrationslager Sachsenburg inhaftiert, als er von der SS an der
tschechischen Grenze abgeschoben wird.
Nach
einer illegalen Tätigkeit in Deutschland, zu der ihn die KPD schickt, betraut mit einem,
wie er rückblickend sagt "gefährlichen und völlig nutzlosem" Auftrag, geht
er im Oktober 1936 mit einem
tschechischen Pass und dem Tarnnamen Jan Krause über Paris nach Spanien, wo er
gegen das faschistische Franco-Regime auf Seiten der Internationalen Brigaden kämpfen
will.
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Marko Jacob
letzte Bearbeitung: 16.10.01