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Unholdes Frankreich
Walter Janka durchlebt nun
drei Jahre der Internierung in französischen Lagern. Von Februar 1939 bis 1941
ist er mit vielen seiner Weggefährten in den Camps von St.Cyprien, Gurs,
Vernet
("dem schlimmsten der Lager") und
Les Milles eingesperrt.
Schwierig und langwierig war es für das mexikanische
Generalkonsulat, mögliche Ausreisepapiere an Lagergefangene auszuhändigen. Gilberto Bosques
verlangte von den Vichy-Behörden immer wieder, dass sie Gefangenen gestatteten,
selbst nach Marseille zu kommen. Zumeist begann es mit Briefen wie diesem vom
25.3.1941 an Walter Janka in Vernet:
„Monsieur, entsprechend Ihrer Bitte, nach Mexiko
einzureisen, und um Ihre Lage prüfen
zu können, bitte ich Sie, bei den französischen Behörden um die Genehmigung
nachzusuchen, nach Marseille zu kommen und sich in unseren Büros
einzufinden.“
Als dies nicht geschah, schrieb Bosques erneut am
3.5.1941 an Janka:
„Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, dass,
entsprechend dem mexikanisch-französischen Abkommen vom 22. August letzten
Jahres, jeder spanische Bürger, der nach Frankreich geflüchtet ist, auf seine
Bitte, wenn er es wünscht, nach Mexiko einreisen kann. Um unsere Aufgabe zu
vereinfachen, sind wir übereingekommen, dass wir auf unsere Liste alle
diejenigen setzen, die es wünschen. Dies tun wir heute für Sie, und Sie müssen
am Ort Ihres gegenwärtigen Aufenthaltes auf unsere Instruktionen zwecks
Einschiffung warten.“
Anfang August ´41 flieht
Janka gemeinsam mit Paul Merker und anderen aus Les Milles nach Marseille.
Zitate aus: Wolfgang Kießling - Brücken nach Mexiko
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Marko Jacob
letzte Bearbeitung: 16.10.01
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