| 1896 | 11. April: Wieland Herzfelde wird in Weggis (Schweiz) als Sohn des Schriftstellers Franz Held (eigentlich Herzfeld) geboren. |
| 1913 | Nach dem Tod seiner Eltern übersiedelt Herzfelde nach Berlin und studiert dort Germanistik und Medizin. |
| 1914 | Bei Beginn des Ersten Weltkriegs meldet er sich als Freiwilliger im Sanitätsdienst. |
| 1916 | Herzfelde gibt in Berlin die gegen den Krieg gerichtete Zeitschrift "Neue Jugend" heraus, die wenige Wochen später verboten wird. |
| 1917 | Er wird zwangsweise wieder zum Kriegsdienst eingezogen.
Er desertiert und wird daraufhin unehrenhaft aus der Armee entlassen.
Gemeinsam mit seinem Bruder John Heartfield und in Zusammenarbeit mit George Grosz gründet er den Malik-Verlag. Herzfelde wird Leiter des Verlags, der sich zu einem Sprachrohr der linksrevolutionären Literatur und des Dadaismus entwickelt. Noch im gleichen Jahr erscheint die "Kleine Grosz-Mappe". |
| 1918 | 31. Dezember: Nach Kriegsende treten Herzfelde, Grosz und Heartfield am Gründungstag der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei. |
| 1919/20 | Die drei geben die Zeitschrift "Die Pleite" heraus, die nach kurzer Zeit verboten wird. |
| 1920 | Auf der "Ersten Internationalen Dada-Messe" in Berlin tritt Herzfelde neben Grosz und Heartfield als Hauptakteur auf. |
| 1921 | Herzfelde unterstützt die Sowjetunion mit Publikationen im Malik-Verlag und veröffentlicht "Gesellschaft, Künstler und Kommunisten". Martin Andersen Nexö (1869-1954) wird als Autor für den Verlag tätig. |
| 1924 | Herzfelde gliedert dem Verlag eine Kunstgalerie unter dem Namen "Grosz-Galerie" und eine eigene Buchhandlung an. |
| 1928 | Er wird Mitglied im "Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" (BPRS). |
| 1933 | Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigriert er nach Prag. Von dort aus leitet er den Verlag weiter und veröffentlicht u.a. Werke von Johannes R. Becher. |
| 1933-1935 | Mit Anna Seghers gibt er die Exilzeitschrift "Neue deutsche Blätter" heraus. |
| 1934 | Der Malik-Verlag in Berlin wird auf Druck der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) geschlossen. Neuer Sitz des Verlags wird London, die verlegerische Leitung bleibt bei Herzfelde in Prag. Die "Gesammelten Werke" von Bertolt Brecht werden verlegt. |
| 1937 | Herzfelde ist Mitunterzeichner des Aufrufs auf dem Volksfrontkongreß von Paris. |
| 1938 | Er flieht mit seinem Bruder nach London. |
| 1939 | Er erhält ein Visum für die USA und emigriert nach New York, wo er als Buchhändler und Publizist arbeitet. |
| 1944 | Gemeinsam mit Brecht, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Ernst Bloch und anderen deutschen Exilanten gründet er den antifaschistischen Aurora-Verlag, dessen Geschäftsführung er übernimmt. |
| 1949 | Herzfelde kehrt nach Deutschland zurück und wird
Professor für Literatur an der Universität Leipzig.
Er schreibt Gedichte, Erzählungen sowie Essays und wirkt
auch als Übersetzer.
Sein Erinnerungsbuch "Immergrün" erscheint im Aufbau-Verlag. |
| 1950 | Nach der Rückkehr seines Bruders Heartfield arbeiten beide gemeinsam an Bühnenbildern und Buchausstattungen. |
| 1952-1962 | Herausgabe der "Gesammelten Werke" von Leo N. Tolstoi (1828-1910) in 14 Bänden. |
| 1959-1970 | Herzfelde ist Präsident des DDR-PEN-Vereins. |
| 1961 | Er wird Mitglied der Akademie der Künste der DDR. |
| 1962 | Sein Buch "John Heartfield. Leben und Werk" erscheint. |
| 1967 | Im Rahmen der Akademieausstellung "Der Malik-Verlag" wird eine Reihe mit Neudrucken aller Malik-Zeitschriften und ausgewählter Bücher eröffnet. |
| 1976 | Der Sammelband "Zur Sache geschrieben und gesprochen zwischen 18 und 80" wird veröffentlicht. |
| 1986 | Herzfelde wird Ehrenbürger von Ost-Berlin. |
| 1988 | 23. November: Wieland Herzfelde stirbt in Ost-Berlin |
Quelle:
www.dhm.de/lemo/html/biografien/HerzfeldeWiela
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