Das
Emergency Rescue Center wurde am 25. Juni 1940 in New York gegründet,
vorrangig mit dem Ziel, Intellektuellen die Flucht aus Südfrankreich zu ermöglichen.
Hauptaufgabe war die Beschaffung amerikanischer Visa und die Koordination
privater Hilfsorganisationen. Um die direkte Hilfe vor Ort zu fördern, schickte
das ERC den 32-jährigen Varian Fry
mit Geld und einer Namensliste ausgestattet nach Marseille.
Hier gründete er das
Centre Américain de Secours, welches überwiegend mit der Beschaffung falscher
Pässe, Visa und Transitvisa beschäftigt war. Dazu knüpfte Fry enge Kontakte zu
den häufig korrupten Konsulatsbeamten und zur Mafia von Marseille. Das Centre
Américain de Secours wird am 02. Juni 1942 geschlossen und Varian Fry in die
USA abgeschoben. Bereits bis Ende Juli 1941 konnte das Emergency Rescue Center etwa 600 Personen aus
Frankreich retten und ungefähr 3500 bei der Ausreise aus Frankreich unterstützen.
siehe:
Wolfgang D. Elfe: "Das Emergency Rescue
Center"
in: John M. Spalek und Joseph Strelka [Hrsg.]: "Deutsche
Exilliteratur seit 1933, Band 1- Kalifornien, Bern 1976.
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13.06.01