Die Reichstagswahlen und ihre Auswirkungen

Die Nationalsozialisten erreichten bei den Reichstagswahlen am 05. März 1933 die absolute Mehrheit mit 288 Sitzen im Reichstag. Dem gegenüber erhielt die SPD 120 und die KPD 81 Sitze. Grund für dieses Ergebnis war die erfolgreich betriebene Propaganda der Nationalsozialisten, die in den Wochen vor den Wahlen die gesamte sozialistische und kommunistische Presse ausschalteten, um effektive Wahlkampagnen konkurrierender Parteien zu verhindern.

Die immer noch breite Ablehnung der Nazis wurde durch die massive Gewalttätigkeit der SA und SS zerschlagen. Die Landesregierungen in denen es noch eine Opposition gab wurden durch so genannte Reichskommissare ersetzt. Spätestens mit dem "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" (auch bekannt als Ermächtigungsgesetz) vom 23. März 1933, das Hitler gegen die Stimmen der SPD einführte, herrschte in Deutschland eine diktatorische Macht. So konnte der neuen Regierung für vier Jahre erlaubt sein, auch ohne Zustimmung des Reichstages die gesetzgebende und ausführende Gewalt auszuüben, was faktisch der Selbstentmachtung des Reichstages gleichkam.



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"Anna Seghers in Paris"

zuletzt geändert am 01.06.01